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Es ist locker 30 Jahre her, als es in Langenich mit dem Ping-Pong losging. Zur damaligen Zeit trafen sich die Langenicher noch all-abendlich auf dem Dorfplatz, und auch die Jugend fehlte dabei nicht. Ich kann mich noch genau an jenen Abend erinnern: Wir kreisten mit unseren Fahrrädern um den Dorfplatz und versuchten krampfhaft, irgendeinen Klingeldeckel auf einen Eisendeckel, der sich mitten auf dem Platz befand, zu bugsieren, als vorm Hause Klütsch zwei große Pressspanplatten abgeladen wurden. Das große Rätselraten ging los, aber man sagte uns nicht, wofür diese seien. Eine Woche später war alles klar: bei den Klütschs steht eine Tischtennisplatte im Hof!
An den darauf folgenden Tagen muß sich wohl in fast allen Häusern Langenichs das gleiche abgespielt haben: alle in meinem Alter belaberten ihre Eltern und so hatte plötzlich jeder seinen Tischtennisschläger, mit dem er stolz im Klütsch-Hof erschien. Dieses Erscheinen gab es Tag für Tag und das über Wochen. Heute frage ich mich, wie die Familie Klütsch das nur ausgehalten hat; oft bis zu zehn nicht gerade leise tischtennisschläger schwingende Jugendliche im Hof, die eigenen Kinder manchmal überhaupt nicht dabei ...
Der Beste war damals Wilfried Klein, der den anderen gegenüber aber auch einen Altersvorsprung hatte. Durch den Spaß an der Sache und das tägliche Training holten die anderen aber schnell auf und es kam immer mehr zu spannenden Matches. Durch Anfangserfolge ermutigt, beschlossen dann Reinhold Klütsch, Helmut Klütsch, Josef Jeub und Theo Hodinius dem TTC Mödrath beizutreten. Helmut hörte bald wieder auf, aber die anderen drei spielten dort lange Jahre erfolgreich Tischtennis. Viele Male wurde die Jugendmannschaft vom TTC Mödrath mit Beteiligung Langenicher Spieler Kreismeister.
Als die drei dann in den Seniorenbereich aufrücken mußten erlahmte aber bald das Interesse am Tischtennis. Erst Anfang 1977 wurde den dreien wieder bewußt, auf was für eine tolle Freizeitgestaltung sie verzichten. So beschlossen Sie ganz einfach, einen eigenen Verein zu gründen; natürlich mit dem Namen unseres Langenichs.
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Die Durchführung dieser Vereinsgründung erwies sich leider als nicht so einfach. Man mußte eine Gründungsversammlung einberufen und die größte Schwierigkeit: Es mußten sechs Erwachsene das Gründungsprotokoll unterschreiben. So wurde auch Herr Grötsch aus Blatzheim Mitbegründer unserer TTG, der uns bei den Formalitäten der Vereinsgründung beraten hatte. Außerdem war Johannes Könen dabei, der von der Idee eines Langenicher Sportvereins sofort begeistert war und dann auch jahrelang Vorstandsmitglied war. Als sechster unterschrieb Johann Klütsch, der das ganze ja schließlich auch irgendwie schuld war.
So, der Verein war gegründet. Aber ein Verein braucht auch Mitglieder. Erinnern Sie sich noch als es plötzlich an Ihrer Haustür klingelte und jemand Sie und Ihre Familie als Mitglieder werben wollte? Es hat aber auch tatsächlich geklappt, und die TTG hatte schnell über 60 Mitglieder, allein aus Langenich!
Der Name TTG Langenich sagt eigentlich schon sehr viel über den Charakter unseres Vereins aus. Zum einen steht TT natürlich für Tischtennis unsere sportliche Seite. Für viele ist dies mit Sicherheit der Teil des Vereins, der ihm die Möglichkeit gibt, seinen Lieblingssport im Verein auszuüben und auch leistungsorientiert zu betreiben.
Dann gibt es aber auch sehr viele Mitglieder die unserem Verein angehören, weil in unserem Namen das große G für Gemeinschaft steht. Unsere Gemeinschaft zeichnet sich aus durch zahlreiche gemeinsame Freizeitunternehmungen, Veranstaltungen und Fahrten.
Der 1. Vorstand in der Vereinsgeschichte setzte sich wie folgt zusammen: 1.Vorsitzender: Reinhold Klütsch | 2.Vorsitzender: Johannes Könen | Geschäftsführer und Sozialwart: Josef Jeub | Kassenwart: Alois Meid.
Man beantragte eine Turnhalle natürlich in Kerpen, wo sollte auch in Langenich ...
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