„Das Längste am Spiel war die Anfahrt“

… das schlug der Timm als Resummee für das gestrige Auswärtsspiel in Eschweiler/Dürwiss vor. Etwas länger als die 1/2stündige Anfahrt dauerte das Spiel zwar schon – aber das lag wohl mehr an den langen Pausen zwischen den einzelnen Sätzen als an dem Widerstand, den wir leisteten … .

Nach der knappen 7:9 Niederlage in der Hinserie hatten wir uns schon ausgerechnet, wieder ein enges Spiel zu erleben, aber das blieb Wunschdenken. So gab es die klarste Niederlage und auch eine der schlechtesten Leistungen der Saison. Man merkt doch, daß es für uns um nichts mehr geht – mit dem letzten Willen fehlt auch die nötige Entschlossenheit, den inneren Schweinehund zu überwinden und auch mal knappe Sätze zu gewinnen.

Doppel 1/2/3 gingen alle klar an Eschweiler. Da hat sicher nicht gut getan, daß unsere nominell stärkste Paarung Timm/Hans Arnold als Doppel 2 aufliefen und gegen das stärkste Paarkreuz der Liga Akar/Simons antreten mussten. Diese taktische Aufstellung war dem Umstand geschuldet, daß beide möglichst schnell ihre Spiele absolvieren sollten, um der 1. Herren beim wichtigeren Spiel gegen Neuss zu helfen. José/Oliver waren gegen Doppel 2 von Eschweiler letztlich auch chancenlos, da zu unsicher und wechselhaft; noch schwächer Doppel 3 mit Frank/Özcan gegen das Eschweiler Doppel 3.
Nach 3:0 in den Doppeln durften Timm und Hans Arnold gegen das Zweitbeste obere Paarkreuz der Liga Simons und Schüller ran – beide vor einigen Jahren noch in der Verbandsliga aktiv. So waren denn auch die Ergebnisse: Hans Arnold konnte gegen Simons gut mithalten, aber wenn er es brauchte, legte dieser noch einen Gang auf und holte sich die Punkte. Ebenso Timm gegen den erfahrenen Abwehrer Schüller: In den ersten beiden Sätzen konnte er mithalten – am Ende des Satzes kamen die kleinen Fehler, die eben den Unterschied ausmachen. Im 3. Satz konnte sich Timm durchsetzen, dann aber ging nichts mehr und es gab eine letztlich klare 1:3 Niederlage.

Zwischenstand nun schon 5:0.
Nun José gegen den immer stärker werdenden Akar Nasim, der auch schon Verbandsliga gespielt hat und nach einer einjährigen Auszeit Anfang letzten Jahres wieder zurückgekehrt ist – und beständig besser wird. Dieser Gegner war für José zu stark: Sehr schnell auf den Beinen und mit einer für diese Klasse aussergewöhnlichen Sicherheit und Variabilität liess er José keine echte Chance ins Spiel zu kommen. Nach 2:0 Sätzen konnte der Langenicher mal in Reihe mehrere der Granatentopspins wegblocken und gewann auch prompt den Satz, im 4. Satz war dann dieser kurze Höhenflug beendet und das Endergebnis lautete wie bei den vorhergegangen Spielen 3:1.
Als nächstes durfte Oliver seine Visitenkarte abgeben: Es wurde wieder ein typisches Oliver-Spiel: Spielerisch dem Gegner überlegen, kämpfte er mehr mit sich selber als mit seinem Gegenüber: Selbst nach gewonnenen Punkten haderte er mit sich selbst, wenn er nicht klassisch formvollendete Bälle gespielt hatte. Nach knapp gewonnenem (!) ersten Satz schimpfte er wie ein Rohrspatz über seine vermeintlich schlechte Leistung und war kaum zu beruhigen. n diesem Stil ging es auch in den Sätzen 2 und 3 weiter, in denen er sich denn auch prompt selbst besiegte. Alles sah nach einer „inneren Aufgabe“ aus, aber wie der Oliver eben so tickt, kämpfte er sich wieder aus diesem inneren Tal heraus und holte sich mit einer großen Energieleistung tatsächlich noch die Sätze 4 und 5 und damit den ersten Mannschaftspunkt !

Zwischenstand nun 6:1. Nun durften Frank und Özkan gegen das doch etwas schwächere untere Paarkreuz ran. Aber an diesem Tag sollte einfach nichts gelingen. Özkan spielte 5 Sätze, von denen er 2 gewann und in 3 jeweils zum Satzende mt 2 – 3 Punkten führte, aber alle Sätze verlor. Es gibt Tage… . Frank gewann gegen Farkas nach hartem Kampf den 1. Satz :12 und verlor den 2. ebenso knapp :9. Im 3. führte er bereits mit 10:4 und gab den Satz noch ab. Nach diesem Nackenschlag war sein Wille gebrochen und er gab den 4. Satz klar :6 ab. Es gibt Tage … :).

Zwischenstand nun 8:1 – ein Waterloo zeichnete sich immer deutlicher ab.

Timm wollte eigentlich garnicht mehr – musste aber noch mal gegen den überragenden Simons ran. Frei von allem Druck spielte er, eigentlich chancenlos, völlig frei auf und holte sich gegen den verdutzten Dürwisser den 1. Satz, nachdem er immer wieder im offenen Konter- und Blockspiel einen Ball mehr als sein Gegner über den Tisch brachte :). In den Folgesätzen nahm ihn Simons offensichtlich ernster als er es zu Beginn des 1. Satzes getan hatte – aber er schaffte es nicht, Timm sicher in Schach zu halten. Dieser spielte meiner Ansicht nach sein bestes Spiel in der Rückserie. Auch wenn es letztlich nicht reichte -er verlor die folgenden 3 Sätze- gegen den Zweitbesten Spieler der Liga lieferte er einen ganz großen Kampf ab und erhielt auch die verdiente Anerkennung seines Gegners.

Endergebnis damit 9:1 und die klarste Niederlage der gesamten Saison. Es kann nur besser werden … .

Zum Schluß noch eine Anmerkung zu den Sportfreunden aus Eschweiler: Sollten sie diese Kommentare hier lesen: Nochmals Dank für Euer Entgegenkommen und die Vorverlegung der Begegnung auf 15.00 Uhr. Und Dank natürlich auch für das leckere Bierchen im Anschluß :). Eine sehr nette Mannschaft, gegen die es Spaß macht, anzutreten !

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